Urlaub für den Gaumen: Eine Schokoladen-Lavendeltarte

Bei Lavendel kommen mir immer zwei Dinge in den Sinn: Duftsäckchen für den Kleiderschrank und lilafarbene Lavendelfelder in der französischen Provence. Okay, die Duftsäckchen interessieren mich in der Küche weniger, dafür hole ich mir gern den Urlaub auf den Teller: Diesmal mit einer Schokoladen-Lavendeltarte.Schokoladen-Lavendeltarte

Als ich das erste Mal mit dem Gedanken gespielt habe, Lavendel zu verbacken, wurde Zuhause nur die Nase gerümpft. „Das soll schmecken?“ oder: „Das schmeckt doch bestimmt wie Seife!“ Solche Kommentare musste ich mir anhören. Was war die Folge? Der Ehrgeiz hatte mich gepackt!

Da Lavendel im Moment noch nicht blüht, habe ich auf getrocknete Blüten zurückgegriffen, aber das tut dem Genuss keinen Abbruch. Wichtig ist nur, dass man sich bei der Dosierung der Blüten langsam an die richtige Dosis heran tastet. Schließlich wollen wir ja nur einen dezenten Lavendelgeschmack und nicht die berühmt-berüchtigte Seife.

Das Ergebnis meines ersten Versuches mit Lavendel ist diese super leckere Schokoladen-Lavendeltarte. Sie ist genau das Richtige, wenn es mal etwas Besonderes sein soll. Und der positive Nebeneffekt ist: Im ganzen Haus riecht es drei Tage dezent nach Urlaub in Südfrankreich.

Schokoladen-Lavendeltarte

Und hier kommt nun das Ergebnis meines ersten Versuches, mit Blüten zu backen.

 

Schokoladen-Lavendeltarte

Für die Lavendelcreme benötigst Du:

  • 300 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 2 gehäufte EL getrockneten Lavendel
  • 40 g Zucker
  • 35 g Speisestärke
  • etwas Milch

Für den Mürbeteig brauchst Du:

  • 100 g Puderzucker
  • 50 g Kakaopulver
  • 200 g Butter
  • 300 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Für den Schokoladenguss benötigst Du:

  • 110 g Schokolade (Vollmilch und Zartbitter gemischt)
  • 80 g Sahne
  • 30 g Kokosfett
  • 120 g Crème fraîche

 

So wird’s gemacht:

  1. Für die Lavendelcreme am Vortag die Vanilleschote einschneiden und das Mark herauskratzen. Die Sahne und die Milch in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen. Den Lavendel, die Vanilleschote und das Mark der Schote dazu geben, abkühlen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
  2. Für den Mürbeteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens zwei Stunden im Kühlschrank kalt stellen. Teig ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auslegen. Der Rand der Tarte sollte ca. 1,5-2 cm hoch sein. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und bei 200°C im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten backen. Die Tarte auskühlen lassen. (Der Mürbeteig kann auch schon am Vortag abgebacken werden.)
  3. Am nächsten Tag für die Cremefüllung den Zucker mit der Speisestärke mischen und mit etwas Milch glattrühren. Die Lavendelmilch durch ein feines Sieb abgießen. Die aufgefangene Milch bis kurz vor den Siedepunkt erhitzen, die Speisestärke unterrühren und aufkochen. Für etwa eine Minute bei ständigem Rühren köcheln und eindicken lassen. Den Lavendelpudding auf den erkalteten Tarteboden streichen und abkühlen lassen.
  4. Für den Guss die Schokolade grob hacken. Sahne und Crème fraîche glatt rühren und in einem Topf erhitzen. Schokolade und Kokosfett unterrühren und schmelzen lassen. Den Schokoladenguss auf die Lavendelcreme streichen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Schokoladen-Lavendeltarte

Klingt lecker, oder? Ich kann euch sagen, ist es auch!

Lasst es mich wissen, wenn ihr euch an der Schokoladen-Lavendeltarte versucht habt. Ich bin neugierig – und ich freue mich über Feedback.

Eure Monique

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2 comments

    1. Danke, liebe Birgit!
      Lass es mich wissen, ob dir die Tarte geschmeckt hat, wenn du sie gebacken hast.

      Liebe Grüße, Monique

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